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Symbiotische Verstrickung Mutter-Sohn

Aus der anfänglichen Symbiose1 im Mutterleib entwickelt sich später häufig eine symbiotische Verstrickung (Symbiosetrauma). Die Beziehung von Mutter und Sohn wird zu einem großen Teil vom Verhältnis der Mutter zum Vater des Jungen und den Erfahrungen der Mutter mit Männern in ihrem Milieu bestimmt. Entweder erwartet die Mutter, dass der Sohn ihr die Verlässlichkeit, Zuneigung und Aufmerksamkeit sowie den Schutz gibt, den sie von Männern nie bekommen hat oder sie bestraft ihn für das, was andere Männer ihr angetan haben.

Aber es wäre falsch davon auszugehen, dass die Rolle der Täterin und des Opfers fest verteilt wären, für eine Verstrickung braucht es immer zwei und die Rollen wechseln.

Symbiotische Verstrickung

Eine symbiotische Verstrickung basiert auf Vereinnahmung und Ablehnung, im Spannungsfeld dieser beiden Pole findet die Auseinandersetzung statt. Mal ist die Mutter vereinnahmend und der Sohn ablehnend oder es ist umgekehrt. Die Rollen sind aber nie gleichmäßig verteilt, jede der Beiden hat eine grundsätzliche Tendenz, von ihrem Wesen her eher vereinnahmend oder eher ablehnend zu sein.

Aus einer symbiotischen Verstrickung mit der Mutter entsteht eine gespaltene Beziehung zu sich selbst und zum eigenen Körper. Essstörungen, Gefühlsarmut, Selbstverletzungen, Selbstzweifel und Selbstablehnung gehören zu den verbreiteten und gesellschaftlich weitgehend akzeptierten Folgen dieser Traumatisierung. Dazu kommt die Gefühlsverwirrung, die eine Mutter zwischen sich und ihrem Sohn schafft. Manipulation, Idealisierung, Verherrlichung, Erniedrigung, Unterdrückung, Enttäuschung, Bedürftigkeit, Rache und Verrat prägen diese zerstörerische Mutter-Sohn-Beziehung.

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Meine Selbstablehnung ist eine Mauer, hinter der meine Gefühle auch für mich selbst unerreichbar bleiben.

– Thomas

Durch die symbiotische Verstrickung mit der Mutter verliert der Sohn den Kontakt zu seiner natürlichen Männlichkeit. Unterdrückung und/oder Verlust der Männlichkeit führen zu Selbstablehnung und der Angst vor anderen Männern, die vermeintlich männlicher und begehrenswerter sind. Das findet Ausdruck in Konkurrenz, Aggressivität, Misstrauen, Neid, Betrug, Missgunst, Feindseligkeit und Lust an Erniedrigung bis hin zu Selbstzerstörung. Künstlich erzeugte Bilder von Männlichkeit, zwischen Potenz und Erfolg sowie Weichheit und Härte, erschweren zusätzlich den Weg zurück zu einer natürlichen, authentischen Männlichkeit.

Ohne Aufarbeitung der symbiotischen Verstrickung können die verletzten Gefühle nicht heilen und die Polarisierung zwischen Überforderung und Unterdrückung der Männlichkeit innerhalb der Familien und der Gesellschaft setzt sich fort. Misstrauen und Konkurrenz der Männer untereinander, geht völlig unreflektiert weiter.

Meine Mutter / mein Sohn vereinnahmt mich

Die Vereinnahmung eines anderen Menschen ist der hilflose Versuch einen Mangel an Liebe, Aufmerksamkeit, Zuwendung und Sicherheit in der frühen Kindheit – auszugleichen. Dabei wird Vereinnahmung mit Nähe und Zuneigung verwechselt.

Die Mutter vereinnahmt ihren Sohn um von ihm die Zuwendung und Sicherheit zu bekommen, die sie als Kind nicht bekommen hat. Nach außen ist sie die liebende und führsorgliche Mutter aber Sätze wie diese, machen die wahren Beweggründe sichtbar: „Du darfst mich nie verlassen!“ oder „Du bleibst doch bei mir?!“ Fast jeder Sohn hat solche Sätze von seiner Mutter gehört. Dieses Verhalten löst bei dem Sohn lebenslange Schuldgefühle aus, die er auf alle Frauen projiziert mit denen er Intimität und Nähe hat, das macht eine lebendige und gesunde Beziehung unmöglich.

Der Sohn vereinnahmt seine Mutter, weil er sich so sehr an ihre Nähe, Zuneigung, Fürsorge und Bestätigung gewöhnt hat, dass er sie nie wieder mit einem anderen Menschen teilen will. Er wird sie auch als erwachsener Mann immer wieder für seine Bedürfnisse einspannen und versuchen andere Männer aus ihrem Leben zu vertreiben. Er wird keine Frau als vollwertige Partnerin an seiner Seite akzeptieren können – der Platz ist besetzt.

Das ist ein Beispiel für Vereinnahmung es gibt dafür natürlich noch andere Ursachen und Auswirkungen.

Meine Mutter / mein Sohn lehnt mich ab

Die Ablehnung eines anderen Menschen soll verhindern, dass Kontakt und Nähe unerwünschte Erinnerungen an Ereignisse und Gefühle der frühen Kindheit auslösen. Die durch dieses Abwehr- und Vermeidungsverhalten entstehende Einsamkeit und innere Leere werden idealisiert und weitestgehend verdrängt oder als das geringere Übel in Kauf genommen. Dabei wird Ablehnung mit Abgrenzung verwechselt.

Die Mutter lehnt ihren Sohn ab, weil er sie an diesen Mann und diese Männlichkeit erinnert, durch die sie so sehr verletzt wurde. Der Kontakt zu ihrem Sohn lässt diesen Schmerz wieder lebendig werden. Für den Sohn bedeutet das, in dem Glauben aufzuwachsen eine Bedrohung für Frauen, Schuld an ihrem Schmerz und nicht erwünscht zu sein. Daraus entsteht spätestens mit der Pubertät eine extreme Verwirrung und Spaltung. Wenn die Sexualität erwacht und die Attraktivität des anderen Geschlechts drängende Bedürfnisse bei dem Jungen auslöst werden Schuldgefühle und Selbstzweifel zur Unterdrückung sowie Verurteilung der eigenen Männlichkeit führen. Oder die Beziehung zu Frauen wird durch Gewalt geprägt sein.

Der Sohn lehnt seine Mutter ab, weil er sie für seine Verwirrung, Schuldgefühle, gestörte Sexualität und den Verlust seiner Männlichkeit verantwortlich macht. Verzweiflung und unterdrückte Wut führen zu passiver oder aktiver Aggressivität gegenüber der Mutter und allen anderen Frauen sowie zu Selbstüberhöhung oder Selbsterniedrigung.

Das ist ein Beispiel für Ablehnung es gibt dafür natürlich noch andere Ursachen und Auswirkungen.

Folgen einer Symbiotischen Mutter-Sohn Verstrickung

  • Angst vor Frauen
  • Hass auf Frauen
  • Gewalt gegen Frauen
  • Promiskuität
  • Unterdrückung eigener Bedürfnisse
  • Potenz-Störungen
  • Libido Verlust
  • Störung / Verwirrung in der sexuellen Orientierung
  • Liebeswahn
  • Schuldgefühle gegenüber Frauen
  • Konkurrenz unter Männern
  • Wertlosigkeit gegenüber anderen Männern
  • Identitätsstörung
  • Verlustangst
  • Zwangsverhalten
  • Essstörung

Ganzheitliche Traumatherapie

Um die verflochtenen, verwirrten und verknoteten Fäden des Beziehungsgeflechts zu lösen und sich gemeinsam aus einer zerstörenden Verstrickung in eine lebendige Beziehung zu entwickeln ist idealerweise eine gemeinsame sowie individuelle Traumatherapie erforderlich. Wenn sich Mutter oder Sohn weigern das Symbiosetrauma gemeinsam aufzuarbeiten, ist es auch möglich das eigene Beziehungsgeflecht in Ordnung zu bringen. Unabhängig von der Gegenseite ist es ohnehin notwendig das eigene Symbiosetrauma und gestörte Verhalten therapeutisch aufzuarbeiten um gesunde, lebendige Beziehungen leben zu können.

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Es ist ein langer, manchmal quälender Prozess, aber es ist möglich und vor allem es lohnt sich!

– Thomas

Setzt Du Dich nicht mit Deinem Symbiosetrauma auseinander wirst Du Deine Kinder wissentlich oder unwissentlich genauso behandeln, wie Deine Mutter Dich behandelt hat. Du wirst versuchen alles was Du von Deiner Mutter nicht bekommen hast von Deinen Kindern und Partnerinnen zu bekommen oder Du wirst versuchen ihnen alles zu geben was Dir gefehlt hat und noch immer fehlt. Du verschleierst damit Deine Unzulänglichkeiten und vermeidest es den Schmerz zu fühlen, der aus Deinem Mangel in Dir entstanden ist.

Du gibst und vergibst Dich!

Wen Du am Anfang Deines Lebens nicht genährt wurdest, wird Dir später die Substanz fehlen etwas zu geben. Es wird bewusst oder unbewusst immer an eine Bedingung geknüpft sein. Was Dir Deine Eltern nicht gegeben haben, hast Du nicht und kannst es nicht an andere weitergeben. Du schöpfst aus einem leeren Topf! Für alles was Du gibst brauchst Du etwas zurück und das forderst Du direkt oder indirekt ein.

So wird aus jeder Beziehung eine Verstrickung.

1 Als Symbiose wir das Zusammenleben zweier Individuen zum gegenseitigen Nutzen oder als Abhängigkeit bezeichnet. (Quelle: Symbiose – Psychologie Wikipedia

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©2021 Heilpraktikerin Petra Maria Quack & Thomas Maria Quack Heilpraktiker für Psychotherapie